Zum Reit- und
Fahrverein
Groß Lüben
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Das Dorf Groß Lüben liegt in der Westprignitz im UNESCO Biosphärenreservat
Flusslandschaft Elbe an der Landstraße L11. Es wurde wohl auch, wie die meisten
Dörfer der Region, um 1200 als germanische Siedlung gegründet. Aus der
ersturkundlichen Erwähnung 1339 weiß man, dass das damalige Dorf schon eine
Kirche hatte. Dort wurden auch die nach der Brandschatzung Wilsnacks (a.d.1383)
verbliebenen Hostien vorübergehend aufbewahrt und zeigten da der Legende nach
auch die ersten Wundererscheinungen. So nahm das spätere Wilsnacker Wunderblut
in Groß Lüben seinen Anfang.
Groß Lüben ist heute Heimat von rund 370 Einwohnern und Gemeindeteil der Stadt
Bad Wilsnack. Durch seine unmittelbare Nähe zu Bad Wilsnack - mit seinem
Eisenmoorbad, einer modernen Reha-Klinik und einem Thermalbad - ist Groß Lüben
auch ein traditionelles Ausflugsziel für Kurgäste.
Ein Eiscafe und ein Restaurant mit Hotelbetrieb sorgen für das leibliche Wohl
der Besucher. Neben der Landwirtschaft sind auch diverse Handwerks- und
Dienstleistungsbetriebe und eine Tierarztpraxis im Ort ansässig. Freunde des
Reitsports finden einen Reiterhof vor. Für Radwanderer führen von Groß Lüben aus
idyllische Wege durch die Karthaneniederung zur Elbe oder durch den Wald
Richtung Wittenberge. Der örtliche Reit- und Fahrverein organisiert jedes Jahr
im Sommer ein großes Turnier, welches weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt
ist.
Geprägt ist das Dorf durch seine alten Fachwerk- und Backsteinbauten nebst ein
paar Häusern im Landhausstil. Auf dem Dorfplatz befinden sich ein Denkmal an die
vollständige Kollektivierung 1960 und das herausragendste Gebäude im Ort, die
1904 neu erbaute Dorfkirche. Dieser im neugotischen Stil der damaligen Zeit
errichtete Backsteinbau verlor 1984 bei einem Sturm seine fast 20m hohe
Kirchturmspitze – und damit einen hervorragenden Aussichtspunkt.
Das ehemalige Schulgebäude ist ein verbliebenes Zeugnis früherer kommunaler
Eigenständigkeit. Im nördlichen Teil des Dorfes lädt der Lindenhain des
1879 eröffneten neuen Friedhofs mit seiner schönen Kapelle, der Gedenkstätte für
unbekannte Soldaten und der Harmonie zwischen alten und neuen Grabstätten zu
einem besinnlichen Rundgang ein.
Zum 666. Dorfjubiläum im Jahre 2005 hat der Förderverein zur
Geschichte des Dorfes und seiner Kirche eine Posterausstellung präsentiert. Diese Tafeln,
auf denen thematisch auf die Dorfgeschichte eingegangen wird, stehen nachfolgend
zur Verfügung.
Klicken Sie auf eine Tafel, um sie zu
vergrößern.
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